Kuba

Veröffentlicht am 09/01/2019
CUBA peregrinacion

Dieses Jahr hatte unser Bischof von Cienfuegos Msgr. Domingo die Idee den Jugendlichen und jungen Menschen der Diözese eine Wallfahrt zum Marienheiligtum „Nuestra Señora de la Caridad del Cobre“ anzubieten. Der Fußmarsch sollte von der Meeresbucht von Nipe aus beginnen bis hin zur “Cachita” (Kosename der der Jungfrau gegeben wurde). Viele Jugendliche sind der Einladung gefolgt und so bildete sich eine Gruppe von 155 Jugndlichen und ein Monat später eine weitere Gruppe von 88 jungen Menschen. 
 
Am frühen Morgen machten wir uns in Autobusen auf den Weg. Die Reise dauerte etwa 15 Stunden. In Mayari, ein schweizer Priester ist dort Pfarrer, legten wir eine Ruhepause ein.   
 
Wir standen um 4 Uhr morgens wieder auf. Nach dem Frühstück besuchten wir den Strand in der Nähe des Ortes an dem 1612 das Bildnis der „Virgen de la Caridad“ (der Patronin von Kuba) aufgefunden wurde. Die Geschichte erzählt wie zwei Indiobrüder und ein Schwarzer, Sklaven in den Kupferminen, mit einem Kanu Salz suchten. Plötzlich sahen sie etwas auf den Wogen des Meeres treiben. Als sie sich näherten sahen sie zu ihrem Erstaunen, dass es sich um ein Bildnis  der Jungfrau Maria auf einem Brett, auf dem geschrieben stand „Yo soy la Virgen de la Caridad“ („Ich bin die Jungfrau der Nächstenliebe“), handelte. Nachdem sie den Fund an den Strand gebracht hatten, wurde dort ein improvisiertes Heiligtum aus Palmenzweigen und Holzbrettern errichtet.  Nach vielen geheimnisvollen Ereignissen, die mit diesem Bildnis in Verbindung standen, wurde dieses zum Ort gebracht, welches das endgültige Heiligtum werden sollte, nicht sehr weit entfernt, auf dem Gipfel eine Hügels in der Nähe der Kupferminen.  Bei unserer Ankunft bei der Meeresbucht war es noch dunkel und wir hatten genügend Zeit die Heilige Messe während des Sonnenaufgangs an diesem wunderschönen Tag zu feiern.  Es kam der so heiß ersehnte Augenblick der Ankunft beim Heiligtum.  Als wir die Hügel der Sierra Maestra hinabstiegen, konnten wir schon von weitem die Türme des Heiligtumes erblicken. Die letzte Erfrischung bestand aus zwei Bechern hausgemachter Limonade.  Endlich kamen wir zu den Pforten der Basilika.  Der grosse Augenblick war gekommen und vielen liefen die Tränen über die Wangen. Die Virgen de la Caridad mit eigenen Augen zu sehen! Ein Jugendlicher gestand, dass er es niemals für möglich gehalten hatte, während seines Lebens an diesen Ort zu kommen.  Am Ort der Patronin von Kuba ist die Gegenwart der Jungfrau in besonderer Weise zu erfahren. Ich habe noch keinen Kubaner kennengelernt, der nicht beim Besuch der Basilika berührt gewesen war. Als vor einigen Jahren die Virgen de la Caridad eine Reise durch ganz Kuba machte nahmen schätzungsweise 7 der 11 Millionen Einwohner der Insel an diesem Ereigniss teil.  Für uns alle, die wir gemeinsam unterwegs waren, war es eine unvergessliche Erfahrung.